• Veranstaltungen

  • Mittwoch,28. August 2019, 20.00 Uhr
  • MAGDEBURGER REDEN ÜBER KULTUR

  • Stephan Wackwitz: „Geschichten von eurer und unserer Freiheit. Was wir von Osteuropa lernen könnten.“ STEPHAN WACKWITZ, Schriftsteller und Essayist, geboren 1952 in Stuttgart, studierte Germanistik und Geschichte in Stuttgart und München, lebt in Berlin. Er arbeitete seit 1986 für das Goethe-Institut in Osteuropa, Japan und in den USA, publiziert regelmäßig [...]

  • 12. - 18. September 2019, 19.00 Uhr
  • THEATER:
    Faust

    5 Vorstellungen

  • // VORSTELLUNGEN// Do, 12.09.2019 – 19.00 Uhr Fr, 13.09.2019 – 19.00 Uhr Sa, 14.09.2019 – 19.00 Uhr Di, 17.09.2019 – 19.00 Uhr Mi, 18.09.2019 – 19.00 Uhr  Johann Wolfgang von Goethe Faust –  Der Tragödie erster Teil „Dass man für große Stoffe nicht unbedingt große Bühnen braucht, stellen die Kammerspiele Magdeburg [...]

Die Ausstellung wurde verlängert und kann noch bis zum 21. September 2019 gesehen werden.

Vor nunmehr fünf Jahren …

… wurde in Magdeburg auf Initiative des Forum Gestaltung e. V. und der Familie Stefan Wewerkas gemeinsam mit der Landeshauptstadt Magdeburg das Wewerka Archiv gegründet. Es wird durch das Forum Gestaltung e. V. betreut und durch die Stadt Magdeburg gefördert. Aus dem Bestand des Archivs und zahlreichen Leihgaben aus dem In- und Ausland veranstaltet Forum Gestaltung e. V. nun erstmals eine Ausstellung, die den Fokus auf die Grundbewegungen richtet, welche die verschiedenen Genres des komplexen Schaffens Stefan Wewerkas verbinden.

//PRESSE//

mdr Kultur:
Moderner Provokateur: Stefan Wewerka und seine schräge Welt

KUNST/MITTE:
Vom Witz, von Diagonalem, Schrägem und tieferer Bedeutung

Mitteldeutsche Zeitung
Mit Liebe für alles Schräge

mdr Artour (Videobeitrag):                                                                          Kulturkalender: Stefan Wewerka – Dekonstruktion der Moderne

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Stefan Wewerka (1928 Magdeburg – Berlin 2013) gilt als einer der vielseitigsten und eigenwilligsten Künstlerpersönlichkeiten der 1950er bis 90er Jahre. Sein Werk umfasst „nahezu alle künstlerischen Medien und Ausdrucksformen: Er ist Architekt und Objektkünstler, Designer und Modemacher, Möbelentwerfer und Innenarchitekt, Bildhauer, Maler und Grafiker, Filmemacher und Aktionskünstler. […] Auf all diesen Feldern hat Wewerka Bedeutendes, manchmal Exzeptionelles geleistet, weil er sie immer von Grund auf neu durchdacht hat.“ Mit diesen Worten versucht der Kulturwissenschaftler Volker Fischer 2013 Schaffen und Wirksamkeit Stefan Wewerkas zu umreißen.
U. a. bei Max Taut, dem Mies van der Rohe-Schüler Eduard Ludwig und dem Architekten und Möbeldesigner Georg Leowald hatte Wewerka 1946-50 in Berlin Architektur studiert. Mit den unter dem Begriff „Erdarchitektur“ versammelten Zeichnungen und einem visionären Pamphlet hinterfragt er dann schon 1957/58 die vielfach erstarrten Dogmen der internationalen Moderne und entwickelt seine, eine weiten Begriff von Funktionalität aufspannende, Idee eines natur- und menschengerechten Bauens, dessen praktische Realisierung ihm allerdings weitgehend verwehrt bleibt.

Ein Rundgang durch die Ausstellung

Die Chance zur Verwirklichung seiner gestalterischen Ideen bietet ihm die Ende der 1970er Jahre 10 Jahre lang bestehende Zusammenarbeit mit der auf Bauhaus-Möbel spezialisierten Manufaktur Tecta. Doch beschränkt diese sich beileibe nicht auf Möbel wie den legendären Dreibeiner B1 oder den Fächertisch M1. Sie greift aus in die Architektur (Tecta-Pavillon), die eigenwillige Gestaltung von Fußböden (Hexenhaus) und den Entwurf von Bekleidung, so dass man sagen kann, dass sich Wewerkas künstlerisch-gestalterische Überlegungen zwar nicht von Muthesius´ sprichwörtlichen „Sofakissen“, so aber doch vom Essbesteck bis zum „Städtebau“ erstreckt haben.
Das alles geschieht im Kontext eines genremäßig nicht weniger weit ausgreifenden freien künstlerischen Werks, das Stefan Wewerka eigentlich berühmt und zu einer solitären Erscheinung in der Kunstgeschichte dieser Jahre macht. Das Aushebeln der Formalismen, das stupende Ableuchten der Kontexte ist schon der Grund seiner gestalterischen Entwürfe. Dieser „Treibstoff“ befreit und radikalisiert sich in seinen bildnerischen Arbeiten. Wewerkas Verschieben, sein Um- und umwenden der Dinge, das Zerschneiden, Verformen, die surreale Neukonstruktion, die wir etwa in Bildern und Skulpturen beobachten können, stellen Erfahrung und Denken gleichermaßen zur Disposition. Die entstehende Irritation hat den Effekt, uns die Gewissheit bezüglich der Ungewissheit zu schärfen und mutig den Raum zu ihrer Wahrnehmung zu eröffnen.

Eine Ausstellung des Form Gestaltung e. V. / Wewerka-Archiv aus Anlass des 100jährigen Bauhausjubiläums in Kooperation mit dem Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach, im Verbund „bauhaus100“ und der Landesinitiative „Hier macht das Bauhaus Schule #moderndenken“.

Geöffnet wöchentlich von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

Eintritt: 5,00 €/3,00 € ermäßigt

Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist eine zweisprachige (dt./engl.)Begleitpublikation mit Beiträgen von Norbert Eisold, Petra Oelschlägel, Katharina Schmidt-Uhl, Stephan Wackwitz und Christian Welzbacher erschienen.

Foto: Jens Wolf

Der Katalog ist während der Ausstellung im Forum Gestaltung rabattiert für 28,00 € erhältlich!

Zum Katalog […]

Gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Landeshauptstadt Magdeburg.
Mit freundlicher Unterstützung u. a. der ÖSA Versicherungen, der Städtischen Werke Magdeburg und regiocom Magdeburg.

Nachrichten

  • Verlängert:
    Stefan Wewerka. deKONSTRUKTion dER mODERne

    29.03. bis 21.09.2019

    Die Ausstellung wurde verlängert und kann noch bis zum 21. September 2019 gesehen werden. Vor nunmehr fünf Jahren … … wurde in Magdeburg auf Initiative des Forum Gestaltung e. V. und der Familie Stefan Wewerkas gemeinsam mit der Landeshauptstadt Magdeburg das Wewerka Archiv gegründet. Es wird durch das Forum Gestaltung

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  • Das Trauma der Mutterlosigkeit

    Schriftsteller Peter Wawerzinek stellt in Magdeburg sein Filmdebüt vor Dass er von seiner Mutter als kleines Kind alleingelassen wurde, ist sein Trauma. Der Schriftsteller Peter Wawerzinek, 2015 Stadtschreiber von Magdeburg, hatte den Schmerz schon in seinem mit dem Bachmann-Preis ausgezeichneten Text festgehalten. Jetzt folgt ein Dokumentarfilm. Wawerzinek kehrte zur Filmpremiere

    - 17.Jul
  • Bruno Taut – Werkbund Berlin auf den Spuren der Magdeburger Moderne

    Aber nicht nur Mitglieder sind am 14. Juli ab 14.00 Uhr eingeladen zur Führung durch die Gartenstadt Reform, durch die Wewerka-Ausstellung und zur Buchpräsentation Taut als Visionär und Weltbürger im Forum Gestaltung Der Werkbund Berlin begibt sich am 14. Juli auf Exkursion nach Magdeburg, um sich gemeinsam mit dem Forum

    - 05.Jul

Öffnungszeiten

Ausstellungen: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Büro: Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr

Infos, Karten & Publikationen

Forum Gestaltung Magdeburg
Brandenburger Straße 10
Tel: 0391 99 08 76 11
info@forum-gestaltung.de
www.forum-gestaltung.de

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