Heute vor 76 Jahren

16.Jan

Es wird ein stilles Gedenken, aber an das Erinnern soll erinnert sein.

Der 16. Januar, ein Datum, das das Forum Gestaltung seit seiner Gründung zum Anlass nahm, mit außergewöhnlichen Konzerten an die Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg zu erinnern, der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken, um gleichsam unmissverständlich die Deutungshoheit über historische Ereignisse nicht jenen zu überlassen, die unschuldige Opfer instrumentalisieren für die Sanktionierung sehr schuldiger Täter.

In diesem Jahr müssen wir das Konzert absagen, in dem seit 16 Jahren mit Schlagwerk, Saxofon, Film und Texten Hermann Naehring und Warnfried Altmann immer wieder die Möglichkeiten des Jazz, der freien Improvisation ausloteten, ausschöpften, frei und hemmungslos Klangwelten schufen voller Intuition, Emotionalität, Intensität. Keine politische Kunst, aber politisch soll sie schon sein angesichts des historischen Anlasses und der bedenklichen Gegenwart im Land. Und der Welt. Die eingefangen wurde auch durch Texte von Norbert Pohlmann und Mohamad Issa, einem Syrer, der jetzt in Magdeburg lebt, geflohen aus einem Krieg, der jetzt schon länger währt als der 2. Weltkrieg. An dessen Ende lag Magdeburg in Schutt und Asche. Woran wir erinnern jährlich am 16. Januar. Ratloser werdend, aber nicht ohne Hoffnung. Und in diesem Jahr sehr still.

Wir halten gemeinsam inne, wenn auch ohne physische Zusammenkunft, zum stillen Gedenken – beim Hören der Magdeburger Kirchenglocken, die heute um 21.28 Uhr an den Beginn des Bombardements an jenem Winterabend des Jahres 45 erinnern.

Öffnungszeiten


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Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Büro: Montag bis Freitag, 11 bis 15 Uhr

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