17.04.21 | Das Saxophon

Samstag, 17.04.2021
Das Saxophon
Magdeburger Jazztage JETZT

19.00 Uhr | Gesellschaftshaus

Roger Hanschel & Auryn Streichquartett (DE,GB)

Roger Hanschel | alto saxophone, composition
Matthias Lingenfelder | violin
Jens Oppermann | violin
Stewart Eaton | viola
Andreas Arndt | cello

Spuren von Minimal Music, Blues und zuweilen sogar indischen Klängen

18 Jahre nach seiner ersten Zusammenarbeit mit dem Auryn Quartett komponierte Roger Hanschel erneut ein Programm für Saxophon und Streichquartett. 2001 reiste Hanschel zusammen mit dem Quartett im Auftrag des Goethe Instituts für drei Wochen durch Südamerika und präsentierte das Programm „years of the fifth period“. Nun ist es wieder soweit für ein erneutes joint-venture des Saxophonisten mit einem der renommiertesten klassischen Streichquartette. Hanschel kombiniert einmal mehr einen völlig auskomponierten Streichquartettpart mit immer wieder eingeschlossenen Improvisationen für das Saxophon. Waren in „years of the fifth period“ dichte, äußerst rhythmusbetonte Melodiegeflechte idealer Nährbo­den für ekstatische Saxophonpassagen, so geht es in „Niederschlagsmengen“ um die unendli­chen Möglichkeiten der Farblichkeit des Streichquartetts als Kissen für Hanschels Klangreich­tum.

▲ Seitenanfang

The New European Saxophone Quartet (BG, LT, IT, DE)

Anatoly Vapirov | tenor and soprano saxophone
Vytautas Labutis | alto and soprano saxophone
Gianni Gebbia | alto and soprano saxophone
Warnfried Altmann | tenor and soprano saxophone

Welturaufführung mit 4 ausgeprägten Individualisten, frei, hemmungslos und doch auf der Suche nach Harmonie – eine Idee Anatoly Vapirovs anlässlich der 5. Magdeburger Jazztage JETZT.

ANATOLY VAPIROV

Der gebürtige Russe gehört zu einer Reihe osteuropäischer Musiker, die eine neue Jazzphilosophie – die Verbindung von Jazz und Folklore als Identitätsprache in Osteuropa entwickelten. Sie suchen nach den eigenen Wurzeln für Inspiration und Kreativität.

„[…] Der in Gypsy und Jazz gleichermaßen bewanderte Ausnahmeklarinettist aus Bulgarien ist kein Freund des bloßen Schneller, Höher, Länger, Mehr. Klar, er beherrscht alle Finessen, die man als Virtuose so draufhaben muss. Aber das wirklich Betörende an seinem Spiel ist die Ausdrucksstärke, die er in jeden einzelnen Ton legt. Da kann er auch einmal eine sehr, sehr langsame getragene Melodie blasen – es lässt dem Zuhörer schier den Atem stocken.“ Folker/Frank Schuster

GIANNI GEBBIA, entlockt seinem Saxophon mit einer brillianten Zirkulationstechnik und verschiedenen Mundstücken interessante und lebendige Klänge, die plötzlich wechseln – radikale Improvisation von mediterraner Schönheit.

Als Autodidakt begann er seine Karriere in diversen sizilianischen Musikorchestern und bei Jam-Sessions begann. Er sammelte u. a. Erfahrungen in der New Yorker Loftszene und einige Jahre in Japan. Gebbia arbeitete im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen Musikern der internationalen Jazz- und Avantgardemusikszene zusammen.

VYTAUTAS LABUTIS ist einer der prominentesten Jazz-Akteure Litauens. In seiner Musik verschmelzen Erfahrungen aus Jazz, Klassik sowie Experimenteller und Alternativer Musik. Die Synthese daraus ist eine unberechenbare Musik.

WARNFRIED ALTMANN

Seit Anfang der 80er Jahre spielt er in verschiedenen Jazzformationen und komponiert. Hauptschaffensfeld ist für ihn die Improvisation, die ihn auch mit Künstlern anderer Bereiche, wie Tanz, bildende Kunst und Literatur zusammengeführt hat. Altmann beweist immer wieder seine virtuosen Improvisationen auf dem Saxophon – jedes Mal anders, doch immer hoch emotional und tiefgründig. Er verschmilzt mit seinem Saxophon, entlockt ihm fantastische und zuweilen skurril anmutende Klänge, die jedes Mal berühren.

▲ Seitenanfang

Bodurov Trio feat. Trygve Seim (NO, BG, DE)

Trygve Seim | tenor and soprano saxophone
Dimitar Bodurov | piano
Mihail Ivanov | bass
Jens Düppe | percussions

Bulgarischer Folk | Modern Jazz 

Das Bodurov Trio wurde 2001 von dem bulgarischen Pianisten und Komponisten Dimitar Bodurov gegründet. Durch Bodurovs Faszination für bulgarische Folklore entwickelte sich ein einzigartiger und unverwechselbaren Stil gekennzeichnet durch die Verbindung von Folklore-Elementen mit modernem Jazz und klassischen Kompositionen – Dynamisch, energetisch und poetisch.

Seit 2019 arbeitet das Trio mit dem norwegischen Saxophonisten Trygve Seim zusammen. Improvisation gehört zu dessen Naturell. Trygves Spiel ist gespickt mit tonalen und melodischen Überraschungen. Studien der Arabischen Musik in Kairo und Inspirationen aus Indien beeinflussten seinen spielerischen und unschuldig anmutenden Stil. 2001 erhielt er für Different Rivers den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für das Album des Jahres.

▲ Seitenanfang

Öffnungszeiten

Ausstellungen: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Vorverkauf zu den Öffnungszeiten der Ausstellung oder nach Voranmeldung

Infos, Karten & Publikationen

Forum Gestaltung Magdeburg
Brandenburger Straße 10
Tel: 0391 99 08 76 11
info@forum-gestaltung.de
www.forum-gestaltung.de

Schlagwörter