Zeitzeugengespräch und Vortrag:
AN DER GRENZE ERSCHOSSEN

Mittwoch, 03. April 2019, 18.00 Uhr

Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt

Eine Veranstaltung des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Aufarbeitungsbeauftragte Birgit Neumann-Becker
www.aufarbeitung.sachsen-anhalt.de

Die Ausstellung „An der Grenze erschossen“ informiert über die Namen und Todesumstände der Opfer des Grenzregimes der DDR.

Zum Zeitzeugengespräch erwarten wir Ralf Wolfensteder, der als Wehrdienstleistender an der Grenze zur Bundesrepublik Dienst tat.
Er versuchte zu flüchten und wurde von seinem Vorgesetzten niedergeschossen.

Die Ausstellung „An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt“ informiert über das Grenzregime an der innerdeutschen Grenze und listet erstmalig alle bekannten Todesfälle mit sachsen-anhaltischem Bezug auf. 68 Frauen und Männer wurden von 1949 bis 1989 an der 342 Kilometer langen Grenze des heutigen Landes Sachsen-Anhalt zu Niedersachsen getötet. Zusätzlich kamen in diesem Gebiet sieben Männer in Ausübung ihres Grenzdienstes ums Leben. 31 Bürger aus Städten des heutigen Landes Sachsen-Anhalt wurden an der Berliner Mauer und am „Eisernen Vorhang“ in anderen europäischen Staaten getötet.
Der Zeitzeuge Ralf Wolfensteller (geb. 1946 in Leipzig), gelernte Elektriker, träumte schon als Jugendlicher von einem Leben im Westen und plante seine Flucht. Als Wehrdienstleistender bei den Grenztruppen der Nationalen Volksarmee unternahm er im September 1967 einen Fluchtversuch. Dabei wurde er durch Schüsse seines Kompaniechefs getroffen und schwer verletzt verhaftet. Wegen „Terror“ und „Fahnenflucht“ wurde er zu fünfeinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Oktober 1971 kaufte ihn die Bundesrepublik frei.

Der Eintritt ist frei.

Autoren: Dr. Jan Kostka, Birgit Neumann-Becker

Mit freundlicher Unterstützung:
Forschungsverbund SED-Staat, Jürgen Ritter, Axel Springer Syndication GmbH, ullstein bild, infografiker.com, Museum Wustrow, BStU, Bundesarchiv

Öffnungszeiten


Ausstellungen: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Büro und Vorverkauf: Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr oder nach Voranmeldung

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