Vernissage im Forum: PAVEL SCHMIDT von herzen und hirnen – vorläufig verlaufendes zu joseph roth, paul celan und franz kafka

8. März, 19.30

Tage der jüdischen Kultur und Geschichte Magdeburg 2011

Pavel Schmidt wurde 1956 in Bratislava, damals ČSR (Tschechoslowakische Republik) geboren und ist im Alter von 10 Jahren mit seiner Familie aus der ČSSR (Tschechoslowakische Sozialistische Republik) ausgereist.  Zwei Jahre lebte die Familie in Mexiko, ehe man sich schließlich in der Schweiz niederließ.
Mit 16 las Pavel Schmidt erstmals Texte von Franz Kafka, die ihn, wie er selbst sagt, „infizierten“, zwei Jahre darauf entstanden die ersten Zeichnungen zu Kafka und drei Jahre später begann Pavel Schmidt in Bern Chemie zu studieren, was er jedoch schon 1978 wieder aufgab. Jetzt folgte ein vierjähriges Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Hans Baschang und fast zehn Jahre lang verschiedene künstlerische Lehrtätigkeiten, zuletzt – nach   einer Assistenz bei Daniel Spoerri – eine Professur auf Zeit an der Münchner Akademie.
Mit Daniel Spoerri arbeitete Pavel Schmidt auch an dessen Projekt „eaten by“ für den Schweizer Pavillon auf der Weltausstellung in Sevilla im Jahr 1992.
1994 folgte zum 55. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges die erste Sprengung von Gartenzwergen an der Westerplatte in Gdansk (Danzig), vier Jahre darauf ein Gastaufenthalt in der Villa Romana, Florenz, eine von den zahlreichen Würdigungen, welche die künstlerische Arbeit Pavel Schmidts seither gefunden hat.
Aus den Kraftfeldern von Dadaismus / Surrealismus und informeller Kunst gespeist, hat Pavel Schmidt ein Kompendium künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten für sich entwickelt, das von aktionistischem über skulpturales  Arbeiten bis zur Zeichnung reicht.
Die Texte, die er überdies schreibt und die zuweilen bis in seine Bilder vordringen, sie sind vielleicht der metaphysische Treibstoff dieses eigentümlichen, selten ortsfesten, obskuren Kunst-Laboratoriums, das dieser Autor und sein Werk darstellen, leidlich eingerichtet auf rotierenden Rädern, im Spalt zwischen Ding und Unding.

Zur Eröffnung
der Ausstellung

am 8. März
um 19.30 Uhr
im Forum Gestaltung
Magdeburg

dürfen wir Sie
und Ihre Freunde
recht herzlich
einladen

Öffnungszeiten


16.12.2020–10.01.2021 geschlossen!

Ausstellungen: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Büro: Montag bis Freitag, 11 bis 15 Uhr

Infos, Karten & Publikationen

Forum Gestaltung Magdeburg
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Tel: 0391 99 08 76 11
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