THEATER:
„Der Weg zum Narrenhaus ist nicht so lang“

05.Jul

„Der Weg zum Narrenhaus ist nicht so lang“

Eine szenische Collage nach Georg Büchner (Leonce und Lena)

Die Nähe von menschlicher Verzweiflung, erotischer Sehnsucht und lähmender Depression bis zur völligen Untätigkeit, macht Georg Büchner in allen seinen literarischen Werken fühlbar deutlich.

 Das „Frederick Ensemble Magdeburg“ beschäftigt sich intensiv mit diesen Themen und bringt die Ergebnisse als Collage auf die Bühne. Die Spieler versuchen die Seelenströme der Figuren und ihre eigenen als Menschen am Rande der Gesellschaft zu vereinen, oder diese zumindest nachzuspüren. So wie Büchner als Professor für Schädelnerven das Gehirn genau sezierte, so detailliert schildert er auch die Hirnströme der Verzweiflung in seinen Figuren. „Ich stülpe mich jeden Tag vierundzwanzigmal herum, wie einen Handschuh“ ruft der in einer Zwangsjacke gefangene Freigeist Valerio und seine existenziellen Gedanken:“ so wäre man doch Etwas. Ein Narr!“ kommen nicht clownesk rüber sondern als Ausweg aus der selbst empfundenen Ausweglosigkeit des eigenen Lebens. Den mit ihm in der Psychiatrie sitzenden Menschen ruft er – als scheinbar einzigen Weg aus der Depression herauszukommen – zu: „Der Weg zum Narrenhaus ist nicht so lang […]“

Regie: Marcus Kaloff und Christina Etzold

Premiere am 05.07.2019, 15.30 Uhr

Einlass: 15:00 Uhr

Eintritt: frei

Eine Maßnahme der Projektfabrik Witten, gefördert durch die Agentur für Arbeit und der Globus Stiftung

Öffnungszeiten

Ausstellungen: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Büro: Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr

Infos, Karten & Publikationen

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