SZENISCHE LESUNG

ELSe – Nur Ewigkeit ist kein Exil

Sonnabend, 26. Oktober 2019, 19.30 Uhr

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Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur und Geschichte Magdeburg 2019 // 5780


Die Schriftstellerin Else Lasker-Schüler (1869 – 1945); Porträtaufnahme, 1932, digital bearbeitet (picture alliance/akg-images)

ELSe – Nur Ewigkeit ist kein Exil

else lasker-schüler zum 150. geburtstag

Eine Annäherung, gelesen und gespielt,
von und mit An Kuohn und Thomas Zieler

„Die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte. Ihre Themen waren vielfach jüdisch, ihre Phantasie orientalisch, aber ihre Sprache war deutsch, ein üppiges, prunkvolles, zartes Deutsch,
eine Sprache reif und süß, in jeder Wendung dem Kern des Schöpferischen entsprossen.“ Gottfried Benn

Die Liebe war ihr großer Antrieb, und nichts hat sie so gehasst wie Philistertum und Lauheit. In ihren Dichtungen wandert sie zwischen Wirklichkeit und Phantasie unbekümmert hin und
her, stellt wirklich lebende Personen in fiktive Räume, erfindet, schreibt und lebt selber in erdichteten Identitäten. Sie verbindet Profanes mit Heiligem, Historisches mit Biografischem, Alltägliches mit Epochalem.

Alles, was sie erlebte, verarbeitete ELSe auf radikale Weise zu ihrem Eigenen. Wer sich auf sie und ihr Werk einlässt, findet sich vielleicht auch gefragt: Denke ich wirklich eigenständig oder folge ich lediglich Konventionen? Wie weit bin ich bereit
zu gehen für das, woran ich glaube, wofür ich stehe?

Die Schauspieler An Kuohn und Thomas Zieler stellen ihre persönliche Auseinandersetzung mit dieser Dichterin vor. Sie montieren Texte Else Lasker-Schülers: Lyrik, Prosa, Zitate aus ihren Dramen und aus ihren Briefen.

ELISABETH „ELSE“ LASKER-SCHÜLER, 
1869 in Elberfeld/Wuppertal – 1945 in Jerusalem,

gehört zu den bedeutendsten deutschen Dichterinnen. Sie war ein Mensch von starker Herzenskraft, eigensinnig wie ein wildes Wasser und immer mit einem zu den Sternen gewandten, träumenden Blick – voller Leidenschaft und Liebe zur Kunst, voller Sehnsucht und Gottessuche. Leicht hat sie es niemandem gemacht, nicht ihren Ehemännern und Geliebten, nicht den Künstlerkollegen und Zeitgenossen, nicht den Christen, nicht den Juden – und vor allem nicht sich selbst.

Die Liebe war ihr großer Antrieb, und nichts hat sie so gehasst wie Philistertum und Lauheit. In ihren Dichtungen wandert sie zwischen Wirklichkeit und Phantasie unbekümmert hin und her, stellt wirklich lebende Personen in fiktive Räume, erfindet, schreibt und lebt selber in erdichteten Identitäten. Sie verbindet Profanes mit Heiligem, Historisches mit Biografischem Alltägliches mit Epochalem.

Ihr geistiger und seelischer Hintergrund war das Judentum genauso wie ihre deutsche Herkunft. Auch in ihren Jerusalemer Jahren blieb sie eine deutsche Jüdin. Die Auseinandersetzung mit diesem doppelten Erbe kennzeichnet ihr schicksalsreiches Leben ebenso wie ihr Werk. Ihre Sprache ist reich an originellen Bildern, filigran und zugleich ausdrucks-stark, voller Emotionalität und tiefer Einsicht.

Alles, was sie erlebte, verarbeitete ELS auf radikale Weise zu ihrem Eigenen. Wer sich auf sie und ihr Werk einlässt, findet sich vielleicht auch gefragt: Denke ich wirklich eigenständig oder folge ich lediglich Konven-tionen? Wie weit bin ich bereit zu gehen für das, woran ich glaube, wofür ich stehe?

Die Schauspieler An Kuohn und Thomas Zieler stellen ihre persönliche Auseinandersetzung mit dieser Dichterin vor. Sie montieren Texte Else Lasker-Schülers: Lyrik, Prosa, Zitate aus ihren Dramen und aus ihren Briefen.

Eine Spurensuche dem „Hieroglyph“ Else Lasker


„Sie war für mich die erste Performerin. Sie war die Urgroßmutter von Lady Gaga, Madonna, Elton John und solchen Leuten“, sagt Hajo Jahn, Gründer der Wuppertaler Else Lasker-Schüler-Gesellschaft.

„Die Dichterin war Anfang des 20. Jahrhunderts ein Paradiesvogel des Berliner Kulturbetriebs. Sie trug bunte Gewänder mit Turban und neigte zu exzentrischen Auftritten. Sie gab sich Phantasienamen und erklärte, aus dem wundersamen Reich „Theben“ zu kommen.“

Deutschlandfunk Kultur


 

Einlass: 18.30 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr


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Ein Gemeinschaftsprojekt der/des

Arbeitsgemeinschaft Magdeburg der DIG e. V.

einewelthaus

Fördervereins „Neue Synagoge Magdeburg“ e. V.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Sachsen-Anhalt e. V.

Gesellschaftshaus Magdeburg

JSZ „Ludwig Philippson“ e. V.

Jüdischen Frauenvereins BeReshith e. V.

Jüdische Gemeinde zu Magdeburg e. V.

Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg

Sozial-kulturellen Vereinigung „Meridian“ e. V.

Synagogengemeinde zu Magdeburg, K. d. ö. R.

Weltunion Magdeburger Juden e. V.

Forum Gestaltung e. V.

Dank geht an

Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg

Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt

Lotto GmbH Sachsen-Anhalt

ÖSA Versicherungen Sachsen-Anhalt

Städtische Werke Magdeburg

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Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Büro: Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr

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