MUSIK-THEATER: Sieben Brücken

Do. 19. - Fr. 20. November 2020, 20.00 Uhr
Sieben Brücken, Grafik: Gabriele Brusche

SIEBEN BRÜCKEN

Ein Live-Musik-Theater Abend zum 30jährigen Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung, basierend auf authentischen Erlebnissen und Zeitzeugen-Interviews

ÜBER SIEBEN BRÜCKEN MUSST DU GEH’N – ein Lied aus Ostdeutschland, das in seiner Coverversion auch in Westdeutschland zu einem Riesenerfolg wurde. Ein Lied, geliebt, gehasst, belächelt, aber nicht totzukriegen, ein Lied, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zweier Freundinnen zieht und das Versprechen gibt, dass am Ende alles gut wird, wenn man nur lange genug durchhält … oder?

CONJAK-Frontfrau Christiane Hagedorn arbeitet – in einem kleinen aber feinen Live-Musik-Theater-Abend mit Witz und Tiefgang ihre persönlichen Erinnerungen an ihr Leben in der DDR, den Mauerfall und die Jahre danach im wiedervereinten Deutschland auf.

Mit an Bord – neben den fabelhaften Musikern Martin Scholz (Piano/Kornett/Percussion), Dieter Kuhlmann (Bass/Posaune/Saxophon) und Gregor Hengesbach (Gitarre) – auch die fulminante Münsteraner Schauspielerin Carolin Wirth, deren Erinnerungen an ihr Leben in der damaligen BRD in die Geschichte einfließen.

Herz des Abends ist eine Auswahl ost- und westdeutscher Songs der 80er/90er Jahre (von Karat, Gundermann, Silly, City, Karussell, Ideal, Nena, Joachim Witt, Rio Reiser, Nina Hagen u. a.), die – raffiniert bearbeitet in kleiner Besetzung und originellen Arrangements zwischen Acoustic Pop, Gypsy- Swing und Polka – das damalige Lebensgefühl und die Träume der Menschen hüben wie drüben transportieren und mit emotionaler Wucht die Geschichte vorantreiben, die den Rahmen des Abends bildet:

Caro, Leistungsturnerin, muss nach ihrer Ausreise als Kind mit der Familie von Berlin ins Münsterland neben der neuen Freiheit und daraus resultierenden Entfaltungsmöglichkeiten auch die Kälte der Marktwirtschaft erleben und die ungenügend erfolgte Auseinandersetzung mit der braunen Vergangenheit im westdeutschen Teil ihrer Familie.

Die unangepasste Tine, zurückgeblieben im Ostberliner Randbezirk, muss sich derweil vom Traum einer Gesangskarriere verabschieden und nach dem Fall der Mauer als Lebenskünstlerin zu behaupten in einem neuen Berlin, in dem vieles von dem, was sie gelernt hat, nicht mehr gilt. Im Zuge der Wiedervereinigung müssen Tine und Caro erkennen, dass sie inzwischen mehr trennt als der ‚Eiserne Vorhang’…

Ein Abend über das Verschwinden eines Staates, Brüche in Biographien, Verrat, aber auch über unverwüstliche Träume, Zivilcourage und das Recht auf Glück. Ein Abend, erzählt von den beiden Protagonistinnen aus ost- und westdeutscher Perspektive, der mit komödiantischer Leichtigkeit, Herz und Schnauze und vor allem mit der Kraft der Musik die Hoffnung beschwört, Brücken über die vielzitierten Gräben in den Köpfen bauen zu können…

 

Christiane Hagedorn: Konzept, Text, Gesang, Schauspiel (Tine)

Carolin Wirth: Gesang, Schauspiel (Caro)

Martin Scholz: Piano, Kornett, Percussion

Dieter Kuhlmann: Bass, Posaune, Saxophon

Gregor Hengesbach: Gitarre

Carola von Seckendorff: Regie

Grafische Gestaltung: Gabriele Brusche

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Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 20.00 Uhr

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Gefördert durch das Kulturamt Münster, die LWL Kulturabteilung und die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzialversicherung

In Kooperation mit:
Theater im Pumpenhaus Münster, Kulturelle Begegnungsstätte Kloster Bentlage und Forum Gestaltung (Magdeburg)


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