MITTWOCHS- GESELLSCHAFT:
Vorstellung Stadtschreiberin 2019

Mittwoch, 13. März 2019, 20.00 Uhr

NELE HEYSE…

Auftakt zum Stadtschreiberstipendium 2019

Antrittslesung von Nele Heyse im Rahmen der Mittwochsgesellschaft im Forum Gestaltung

Literatin, Theatermacherin und Filmschauspielerin – Nele Heyse ist künstlerisch in vielen Genres zu Hause und betritt so gedanklich immer wieder neue Gebiete, sodass Sie Inspiration und Geschichten erfährt und diese in mittlerweile 4 Büchern veröffentlicht hat. Ihr geht es darum, mit ihren Themen nah an den Menschen und dem Zeitgeschehen zu sein und keine wie sie sagt „Wasserglaslesungen“ abzuhalten, sondern sich bei all ihren Buchvorstellungen nah am Publikum zu befinden und eine Interak-tion herzustellen. Nur im Austausch miteinander kann sich eine Geschi-chte weiterentwickeln und das Publikum in die Welt der beschriebenen Personen einsteigen.
Am 13. März um 20.00 Uhr wird Nele Heyse bereits existierende Aus-schnitte aus ihrem Roman” Zerbrechliche Welten” im Rahmen der Mitt-wochsgesellschaft im Forum Gestaltung lesen, den sie in ihrer Zeit als Stadtschreiberin vollenden möchte. In ihrem Roman geht es um einen bisher nur mäßig erfolgreichen Schriftsteller, den es in einer existenziell und emotional angespannten Situation u.a. auch nach Magdeburg als Handlungsort treibt und der sich in seiner Lebenswelt neu strukturieren muss.
Die Mittwochsgesellschaft bietet darüber hinaus im Gespräch mit Mo-derator Wilhelm Bartsch, die Möglichkeit Nele Heyse als Persönlichkeit vorzustellen und Fragen rund um das Stadtschreiberstipendium, ihre Pläne während des Aufenthaltes in Magdeburg und ihr sehr umtriebiges künstlerisches Schaffen zu beantworten.

Der Eintritt zur Lesung ist frei!

Biographie Nele Heyse

Nele Heyse wurde 1954 in Meiningen geboren und wuchs in Weimar auf und ging dort bis zum Abitur zur Schule. Acht Jahre davon absolvierte sie auf der Sprachheilschule, weil sie unter Stottern litt. Da sie sich nur im Spiel und im Schreiben von ihren massiven Sprachhemmungen befreit fühlte, stand für sie schon früh fest, Schauspielerin zu werden und das Schreiben daneben nie aufzugeben. Von 1973 bis 1977 studierte sie an der Berliner Schauspielschule, der späteren „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“. Nach dem Studium ging sie vielfältige Engagements ein in unterschiedlichen Orten.
So begann sie am Berliner Ensemble, es folgten die Theater in Meiningen und Schwerin. 1984 verließ Nele Heyse mit ihrem Sohn die DDR.
Es folgten Festengagements in Basel, Mannheim, Bremen, Leipzig und am Deutschen Theater Berlin. Seit 2001 ist sie gastierend unterwegs, u.a. in München, Zürich, Bozen, Tel Aviv, Weimar und Halle. In den Freiräumen widmet sie sich dem Schreiben und bemühte sich um erste Veröffentlich-ungen in Verlagen. So erschien 2013 der erste Roman: „HALTEWUNSCHTASTE“ im Mitteldeutschen Verlag, 2016 folgte ebenda der Lyrikband: „ZEIT IST EINE KUGEL“ (mit einem Vorwort von Christoph Hein) und 2017: „HUNDERTEINS EINSATZGESCHICHTEN“ (Vorwort H.-E. Wenzel), Geschichten, die jeweils in nur einem Satz erzählt werden. Der Roman Haltewunschtaste erschien auch als Hörbuch im BUCHFUNK Leipzig.

Davor veröffentlichte Nele Heyse in Literaturzeitschriften, Anthologien oder Theaterprogrammen bzw. las oder spielte ihre Texte. Als Schauspie-lerin war es ihr schon immer ein Bedürfnis, mit ihren Texten lesend, vortragend oder auch spielend an die Öffentlichkeit zu treten. So existiert eine größere Menge noch nicht publizierter Texte, die zum Teil schon deutschlandweit, aber auch in Israel oder auf Übersee vor Publikum bestanden haben.

Im Rahmen der Aufgaben einer Stadtschreiberin ist sie besonders gern bereit, sich auch über das schon angedachte Pensum hinaus lesend und vortragend für Veranstaltungen unterschiedlicher Prägung zur Verfügung zu stellen.
Außerdem ist es ihr Vorhaben, intensiv an ihrem Roman- Manuskript “Zerbrechliche Welten” zu arbeiten, aus dem sie schon jetzt ganze abge-schlossene Passagen für Lesungen anbietet. Es gibt hier einen längeren Magdeburgbezug.

Anknüpfend an den Erfolg ihrer Geschichten in nur einem Satz, die sich befreundete Künstlerkollegen z.T. für ihre Programme ausliehen und die sie selber auch gern in Wunschlesungen – auf Zuruf der Zuhörer – präsentiere, würde sie während des Magdeburgaufenthalts ihr Vorhaben „33 DreisatzLiebesgeschichten“ zu schreiben, verwirklichen. Auch diese sollen von einem bildenden Künstler illustriert werden.
Oben genannte Wunschlesungen haben sich bisher als besondere Ereig-nisse für ein Miteinander bewährt, da es zu einem gegenseitigen Aus-tausch kommt, sie nicht nur die vom Publikum gewählten Nummern der Geschichten vorliest, sondern es sich auch anbietet, in lockerer Form über die Entstehung und Hintergründe der jeweiligen Geschichte zu erzählen (also keine sog. „Wasserglaslesungen“).

Biographie Wilhelm Bartsch

Wilhelm Bartsch wurde am 2.8.1950 in Eberswalde geboren. Er absol-vierte von 1969 bis 1973 ein Studium der Philosophie in Leipzig und dort auch Sonderkurse am Literaturinstitut Leipzig. Er arbeitete in mehreren Berufen, u.a. als Korrektor mit Teilfacharbeiterbrief und Rolleur 1973 bis 1976 bei der „Freien Presse“ in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Seit 1976 hat er seinen Wohnsitz in Halle und arbeitet dort ebenfalls in verschiedenen Positionen u.a. als Nachtwächter, Dramaturg und Regieassistent. Wilhelm Bartsch hat bereits zahlreiche Preise erhalten wie den Brüder-Grimm-Preis in Hanau 1987, den Walter-Bauer-Preis in Leuna / Merseburg 2000, den Wilhelm-Müller-Preis in Sachsen-Anhalt 2007 u.a., sowie Aufent-haltsstipendien u.a. im Hans-Fallada-Haus Carwitz 1984, je zweimal in Amsterdam durch die Stichting Culturele Uitwisseling 1994 und 1999.
Darüber hinaus war er Stipendiat im Künstlerhaus Wiepersdorf 1994 und 2000, weiterhin im Virginia Center for the Creative Arts, Sweat Briar, USA, 1996, Künstlerhof Schreyahn 2004, Kunstverein Röderhof 2015 und erhielt Arbeitsstipendien wie den Else-Heiliger-Fonds der Konrad-Adenauer-Stiftung 2000, den Deutscher Literaturfonds Darmstadt 2007. Er nahm an Poesiefestivals u.a. in Armenien und Berg-Karabach, Bosnien, Bulgarien, Italien, der Niederlande, Polen und der Schweiz teil. Wilhelm Bartsch pflegt ebenso vielfältige Mitgliedschaften u.a. im Deutschen PEN-Zentrum, der Literarischen Gesellschaft Thüringens, der Internationalen Novalisgesellschaft, der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft und seit 2015 ist er Ehrenmitglied der Writers Union of Armenia.

Öffnungszeiten

Ausstellungen: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Büro: Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr

Infos, Karten & Publikationen

Forum Gestaltung Magdeburg
Brandenburger Straße 10
Tel: 0391 99 08 76 11
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