JAZZ IN DER KAMMER: Phillip Dornbuschs Projektor

Montag, 21. Juni 2021, 20.00 Uhr
© Dovil Sermokas
PHILLIP DORNBUSCHS

PROJEKTOR

REFLEX

Die Corona-Krise geht zurzeit nicht gerade pfleglich mit der Kultur um. Zum zweiten Mal eine Vollbremsung, was nicht wenige der Betroffenen sogar an ihrer Daseinsberechtigung zweifeln lassen. Die ewige Relevanzdiskussion beschäftigt gerade solche, die sich in der Schublade „Jazz“ eingeordnet haben. Phillip Dornbuschs Rezept dagegen ist so simpel wie naheliegend: die Welt einfach ein kleines Stückchen besser zu machen. „Ich möchte mit meiner Musik bestimmte Probleme ins Bewusstsein rufen“, erklärt der 26-jährige Tenorsaxofonist seinen eingeschlagenen Weg. „ ́Mouning` zum Beispiel habe ich geschrieben, als im Juli 2019 das Schiff „Sea-Watch 3“ mit all den Flüchtlingen in Italien festgesetzt wurde. Das hat mich sehr bewegt, und aus diesen Gefühlen heraus ist das Stück entstanden. Wenn wir es live spielen, stelle ich mir vor, dass sich das Publikum mit der Geschichte auseinandersetzt. Und so möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass sich Dinge in eine andere Richtung bewegen.“

Da überlegt einer wirklich, warum er sich auf eine Bühne stellt, wieso es sich lohnen sollte, in einenimaginären Wettbewerb mit tausenden von gut ausgebildeten Saxofon-Kolleginnen und -Kollegen zu treten, und mit welchen Konzepten man dann aus dieser anonymen Masse herausstechen könnte. Nein, das Rad neu erfinden, das wolle er gar nicht, sagt der 26-Jährige, der in Berlin-Schöneberg lebt und aus Stadthagen bei Hannover stammt. Coltrane bleibe unerreicht, ebenso wie Lester Young oder aus der jüngeren Generation einer wie Chris Speed. Er habe sich auch gerne von starken Musikerkollegen wie Niels Klein, unter dessen Dirigat Phillip Dornbusch seit 2018 im Bundesjugendjazzorchester den Saxofonsatz bereichert, Philipp Gropper, Pablo Held oder Uli Kempendorff inspirieren lassen, aber auch von Lehrern wie Peter Weniger, Greg Cohen, Julia Hülsmann, Jörg Achim Keller, Marc Müllbauer, Gregoire Peters oder Sebastian Gille. Sie alle lernte er im Laufe des Studiums am Jazzinstitut Berlin kennen und schätzen. Sie zeigten ihm Wege auf, die er jedoch bewusst alleine gehen wollte.

Phillip Dornbusch (sax, cl)

Johanna Summer (p)

Johannes Mann (g)

Roger Kintopf (b)

Phillip Dornbusch (perc)

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Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt*: 15 €/10 € ermäßigt

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* Hinweis:
Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist die Zuschauerzahl sehr begrenzt. Wir empfehlen Ihnen daher, sich im Vorfeld Karten zu reservieren.

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Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Magdeburg.

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