JAZZ IN DER KAMMER: Programm 2021

Januar - Dezember 2021

2021

DAS NEUE JAHR DES SAXOPHONS

Jazz in der Kammer am 3. Montag im Monat

Forum Gestaltung, Brandenburger Straße 9-10
Montag bis Freitag | 11 bis 15 Uhr
☏ 0391 99 08 76 11

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Hinweis:
Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist die Zuschauerzahl sehr
begrenzt. Wir empfehlen Ihnen daher, sich im Vorfeld Karten zu reservieren.

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Montag, 21. Januar 2021, 20.00 Uhr

BROM | Foto © Oliver Potratz

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Montag, 15. Februar 2021, 20.00 Uhr

Gille-Ramond-Kugel

Sebastian Gille (sax)

Christian Ramond (b)

Klaus Kugel (perc)

Eine unerhörte Spannung liegt im Raum, eine Kraft, die vom Spiel Sebastian Gille’s ausgeht, von der Sorgfalt, mit der er jeden einzelnen Ton zu seinem eigenen macht. Ein Ton, von einer geradezu hemmungslos emotionalen Intensität, in dem bei aller Wärme der Atem zu hören ist, Sensibilität und Verletzlichkeit und der Wille, Grenzen zu überschreiten. Irgendwo in der Mitte zwischen Albert Ayler und Lester Young, radikal und zugleich schüchtern flehend, in einer unverwechselbar eigenen Gestalt.Die Mitspieler sind keineswegs nur Sekundanten: allein wie Drummer Klaus Kugel sein Beckenarsenal ausbreitet (wie einen komponierten Lustgarten an feiner und feinster Nuancierung) – das ist mehr als staunenswert. Und Christian Ramond steuert gestrichene und gezupfte Subtilitäten bei, so dass es eine Freude ist.Hinter dem gelegentlich weit getriebenen abstrakten Spiel pulst immer ein Herz. Das macht aus der Kollektivkunst dieses Trios eine spannende, trotz entfesseltem freiem Spiel, immer klug ausbalancierte Musik.

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Montag, 15. März 2021, 20.00 Uhr

Facing Duality

Jan von Klewitz (as)

Maria Baptist (p)

Die Ausnahme-Jazz-Pianistin Maria Baptist und der international renommierte Saxophonist Jan von Klewitz veröffentlichen ihr erstes gemeinsames Album »Facing Duality«.

Die beiden Berliner Musiker haben schon zusammen in verschiedensten Konstellationen weltweit auf der Bühne gestanden und rücken nun im Klavier-Saxophon-Duo noch enger zusammen.
»Facing Duality« adressiert, wie der Titel nahelegt, das Prinzip der Dualität, wobei das Album nicht einfach nur zwei konträre Pole in Beziehung stellt, sondern zeigt, wie offensichtliche Gegensätze eine unausgesprochene Einheit formen können.

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5. Magdeburger Jazztage umrahmt vom Offbeat Jazzfest | 15. bis 19. April 2021

Mittwoch, 12. Mai 2021, 20.00 Uhr

Jürgen Friedrich | Foto © Gerhard Richter

LARGE ENSEMBLE

Jürgen Friedrich „Semisong“

Johannes Ludwig (sax)
Leo Huhn (sax)
Sebastian Gille (sax)
Uli Kempendorff (sax)
Steffen Schorn (sax)

Lorenzo Ludemann (trp)
Bastian Stein (trp)
John-Dennis Renken (trp)
Matthias Bergmann (trp)

Nils Wogram (pos)
Shannon Burnett (pos)
Moritz Wesp (pos)
Jan Schreier (pos)

Pablo Held (p)

David Helm (b)

Fabian Arends (perc)

Jürgen Friedrich (leader)

Komposition kann nur die halbe Wahrheit sein. Auf die Spieler kommt es an.
Was er jüngst in kleinen Bands am Klavier Neues gefunden hat, setzt Jazzkomponist Jürgen Friedrich hier erstmals für Large Ensemble um.
Kompositionen wie Tauchen im Korallenriff. Kleine Universen, die nach geheimen Regeln funktionieren. 
Und was für ein Line-Up. Hier musiziert eine Versammlung von Solisten, die im kreativen Jazz Zeichen setzen.

Montag, 21. Juni 2021, 20.00 Uhr

PHILLIP DORNBUSCHS

PROJEKTOR

Phillip Dornbusch (sax, cl)

Johanna Summer (p)

Johannes Mann (g)

Roger Kintopf (b)

Phillip Dornbusch (perc)

Die Corona-Krise geht zurzeit nicht gerade pfleglich mit der Kultur um. Zum zweiten Mal eine Vollbremsung, was nicht wenige der Betroffenen sogar an ihrer Daseinsberechtigung zweifeln lassen. Die ewige Relevanzdiskussion beschäftigt gerade solche, die sich in der Schublade „Jazz“ eingeordnet haben. Phillip Dornbuschs Rezept dagegen ist so simpel wie naheliegend: die Welt einfach ein kleines Stückchen besser zu machen. „Ich möchte mit meiner Musik bestimmte Probleme ins Bewusstsein rufen“, erklärt der 26-jährige Tenorsaxofonist seinen eingeschlagenen Weg. „ ́Mouning` zum Beispiel habe ich geschrieben, als im Juli 2019 das Schiff „Sea-Watch 3“ mit all den Flüchtlingen in Italien festgesetzt wurde. „Das hat mich sehr bewegt, und aus diesen Gefühlen heraus ist das Stück entstanden.“

Wenn Dornbusch spielt, dann tut er dies nicht unbedingt nach Schema F. Seine Maximen lauten: experimentieren, ausprobieren, tunlichst Wiederholungen vermeiden. „Da bin ich viel zu untheoretisch. Ich schreibe lieber aus Stimmungen heraus.“ Weniger Noten. Einfach vom Gefühl und der Tagesform treiben lassen. So kommt es vor, dass ein und dasselbe Stück regelmäßig anders klingt, in Tonart, Rhythmus und harmonischen Variationen.

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Montag, 20. September 2021, 20.00 Uhr

The John Betsch Society

Hermann Martlreiter (ts)

Jobic le Masson (p)

Peter Giron (b)

John Betsch (perc)

 

Montag, 18. Oktober 2021, 20.00 Uhr

Pericopes + 1

Emiliano Vernizzi (sax)

Alessandro Sgobbio (p)

Nick Wight (perc)

Pericopes + 1 ist ein musikalisch-kreatives Projekt, das zwischen Parma, New York und Paris geboren wurde. Das Trio schafft es durch seine kompositorischen Fähigkeiten und seinem eindrücklichen Zusammenspiel, die kreative Vision und immense Tiefe seiner Musik für unsere Ohren zugänglich zu machen.

„Wunderbare Musik mit einem sehr vielfältigen, makellos gespielten Repertoire“ | Dave Liebman (Saxophon-Legende)

 

Montag, 15. November 2021, 20.00 Uhr

TIMO VOLLBRECHTS

Fly Magic

Timo Vollbrecht (sax)

Keisuke Matsuno (g)

Bernhard Meyer (b)

Sebastian Merk (perc)

Im Gegensatz zu einer stereotypen Jazz-Besetzung betrachten sich die vier Musiker als ein formbares Kollektiv, das sich in die Gebiete des zeitgenössischen Jazz, der neuen Musik, des Post-Rocks sowie des instrumentalen Songwritings ausdehnt. Durch diese Einflüsse überschreiten sie die Grenzen des Musikgenres. Gemeinsam erforschen sie eine Vielzahl von Klangfarben durch Orchestrierung wie das Nebeneinander akustischer und elektrischer Instrumente, so kann die Romantik einer lyrischen Melodie durch einen destruktiven Soundeffekt der Gitarre unterbrochen (oder gefärbt) werden. Als Bandleader konzentriert sich Vollbrecht darauf, eine einzigartige kollektive Ästhetik zu schaffen, die den individuellen Ausdruck jedes einzelnen Improvisators in einen größeren Gemeinschaftsgeist einbettet.

 

Montag, 20. Dezember 2021, 20.00 Uhr

AN AYLER XMAS

The Music of Albert Ayler & Songs of Christmas

Mars Williams (sax, fl)

Jaimie Branch (tr, electronics)

Knox Chandler (eg, electronics)

Mark Tokar (b)

Klaus Kugel (perc)

Witches & Devils, die langjährige Tributband von Albert Ayler unter der Leitung des Saxophonisten Mars Williams, existiert seit vielen Jahren hauptsächlich als Ausrede, um sich zu treffen und ein jährliches Feiertagskonzert in Chicago zu geben. Für diese denkwürdigen Konzerte verbindet Williams eine Vielzahl von Weihnachtsliedern mit dem unauslöschlichen Repertoire des Free-Jazz-Titanen Ayler, der Melodien, die im Gospel und in den Spirituals verwurzelt sind, eine brodelnde Intensität verlieh. Die Band packt Klassiker wie „O Tannenbaum“ und „12 Days of Christmas“ auf die gleiche schwelende Weise an wie Ayler. Williams entwirft clevere Medleys, die dem Puls und dem Gefühl bestimmter Ayler-Songs entsprechen, während die Band durch eine Auswahl der größten Weihnachtsklassiker wirbelt.

 


Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Magdeburg.

Öffnungszeiten


Ausstellungen: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

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