DOK-FILM

Die vorletzte Freiheit

Dienstag, 12. November 2019, 19.30 Uhr
© Katinka Zeuner

Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur und Geschichte 2019//5780


 

DIE VORLETZTE FREIHEIT

Landschaften des Otto Dov Kulka

Regie: Stefan Auch

D/CZ 2018 (65 min)

FSK ab 0 freigegeben

Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur

Der blaue Himmel des Jungen in Auschwitz-Birkenau ist seine Zuflucht. Und er bleibt es. Otto Dov Kulka, Überlebender des Familienlagers und bedeutender Historiker, behielt die Erinnerungen an seine Kindheit in der Metropole des Todes lange für sich. Als er sie im hohen Alter teilt, wird er weltbekannt. Ihm gelingt das Unmögliche – mit seinem ersten außer-wissenschaftlichen Buch findet er eine gänzlich neue Sprache für das Leben mit Auschwitz.

Landschaften sind es, die er in Tagebüchern, Träumen und Tonbandauf-nahmen erschafft. Der Film spiegelt sie in Bildern des Toten Meeres, in Orangenhainen, der Jerusalemer Altstadt. Poetisch und grausam ver-schmelzen Worte und Bilder – sie zeugen von der Last ebenso wie der Kraft des Weiterlebens. Unermüdlich geht Kulka der Frage nach dem Ursprung des Bösen nach und offenbart einen Pakt, der ihn dazu gebracht hat, seine innere Welt zu öffnen.

Der Film feiert seine Premiere im Dezember 2018 beim Jerusalem Jewish Filmfestival.


OTTO DOV KULKA

Otto Dov Kulka lebt in zwei Welten: der äußeren, sowie in einer inneren. Beide hat er lange scharf voneinander getrennt. In seinem beruflichen Leben widmet sich der im verhängnisvollen Jahr 1933 Geborene der Jüdischen Geschichtswissenschaft. Seine Forschungen zu den geheimen NS-Stimmungsberichten belegten erstmals die umfassende Verantwor-tung der deutschen Bevölkerung für die Ausgrenzung und Ermordung von Jüdinnen und Juden. Dass der Forschungsschwerpunkt zur Shoah nicht das Resultat eigener Betroffenheit ist, ist Kulka wichtig zu betonen. „Ich kam aus den Tiefen der Geschichte dorthin und nicht aus Auschwitz.“

Als Neunjähriger wird er zusammen mit seiner Mutter aus einer kleinen mährischen Stadt nach Theresienstadt verschleppt. Ein Jahr später, im September 1943, werden sie in das Konzentrations- und Vernichtungs-lager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort kommen sie in das sogenannte ‚Theresienstädter Familienlager‘, das zur Täuschung des Auslandes für ein knappes Jahr besteht. Den Gefangenen ist es dort rudimentär möglich, ein kulturelles Leben aufrecht zu erhalten. Selbstorganisiert findet Bildung für die Kinder und Jugendlichen statt. An eben diesem Ort, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gaskammern, findet Kulka seinen Zugang zu Musik und Literatur. „Auschwitz hat mich zum Humanisten gemacht“, fasst er es zusammen.

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Einlass: 18.30 Uhr

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: 5 €


 

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