16.04.21 | Clubabend

19.00 Uhr | Forum Gestaltung

JULIA HÜLSMANN QUARTETT

Uli Kempendorff | saxophone
Julia Hülsmann | piano
Marc Muellbauer | bass
Heinrich Köbberling | percussions
Julia Hülsmann Quartett © Dovile Sermokas

Für „Not Far From Here“, ihr siebtes Album bei ECM, hatte Julia Hülsmann eine neue Klangfarbe vor Augen – ihr langjähriges Arbeitstrio mit Marc Muellbauer und Heinrich Köbberling wurde um den Saxophonisten Uli Kempendorff erweitert, dem es mit seiner starken Präsenz mirakulös gelingt, sich in die große Lyrik Hülsmanns nahtlos zu integrieren und dabei dem Fluss der feinsinnigen Kompositionen zusätzlich Fahrt zu geben. Sein Spiel ist eine Mischung aus Nonchalance und Eindringlichkeit, die geradezu ideal zu diesem genialen Trio passt – mühelos fügt er sich in diese schon seit 2002 bestehende Gruppe ein, mit seiner Sensibilität, offenen Haltung und direkten und authentischen Art Geschichten zu erzählen. 

Ihn kennen alle drei Musiker seit vielen Jahren, haben schon in den unterschiedlichsten Konstellationen mit ihm gespielt. Kempendorffs offener Geist und seine Neugier verbieten jedes Schubladendenken und jede Einordnung, und Jazzthetik bemerkte in Kempendorffs Spiel, dass „sowohl Geschmeidigkeit als auch Ungezwungenheit im Überfluss vorhanden sind“. Diesem unakademisch originellen Freigeist, der sich trotzdem stilsicher im Bandkontext zu verankern weiß, „gelingt das paradox anmutende Kunststück, das angestammte Trio nicht nur zu erweitern, sondern es genau dadurch in seinem Kern nochmals zu schärfen.“ (Tonart 11/2019).

 

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Philipp Gropper`s PHILM (DE, AT)

Philipp Gropper | tenor saxophone
Elias Stemeseder | piano, synthesizer
Felix Henkelhausen | bass
Oliver Steidle | percussions

Eine akustische Essenz mit besonderem Bouquet

PHILM trifft ins Schwarze der Zeitgeist-Zielscheibe. Keine Ironie, keine Zitate, keine intellektuelle Theatralik, nur Ton und Technik.

PHILM hat mit der Postmoderne wenig am Hut. Statt individuell, glänzen sie lieber in der Gruppe. Es geht ihnen nicht um Assoziation und Dekonstruktion, sondern um Erschaffen und Teilen. Wie altmodisch! Wie revolutionär! Der Sound von PHILM ist dicht und schnell und hat trotzdem viel Luft, er darf schweben und darf ausklingen. Er schreit einem nicht grundlos ins Gesicht. Am Saxofon von Philipp Gropper klebt nicht der smoothe Schmalz vergangener Zeiten. Es klingt kantig, trotzdem nie kalt, denn seine motivischen Ideen sind oft von einer sphärischen Melancholie. PHILM destilliert das klassische Quartett der 60er-Jahre: Keine Ironie, keine Zitate, keine intellektuelle Theatralik, nur Ton und Technik.

“Je länger ich Musik mache, desto wichtiger ist mir und desto klarer nehme ich wahr, was Musik, was eine Band transportiert, welche Botschaft von Ihr ausgeht. Diese durch die transzendierende Qualität von Musik erfahrbare Essenz ist, worum es geht und sie ist absolut unabhängig von Stilistik oder Besetzung.

Reine Virtuosität, reine intellektuelle Höhenflüge oder die allgegenwärtige Weichgespültheit langweilen mich, es geht mir um Direktheit und Aura. Ich bin der Tradition sehr verbunden, versuche aber ständig deren Lebendigkeit und Frische, die jeweils nur im zeitlichen Kontext entstehen konnte und den alten Meistern gleichzeitig ihre Zeitlosigkeit sicherte, zu verstehen und weiterzutragen.”

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Olga Amelchenko Quartett
(RU, UA, IT, USA)

Olga Amelchenko | alto saxophone
Igor Osypov | guitar
Igor Spallati | bass
Jesus Vega | percussions

Sibirischer Folk, Rock und Improvisation gepaart mit modernem Jazz

Das von der russischen Altsaxophonistin Olga Amelchenko im November 2015 gegründete Quartett ist äußerst international besetzt und bringt vier aktive Musiker der jungen Berliner Jazzszene zusammen. An die Stelle von Grenzen und Barrieren treten die lebhafte Kommunikation, mittels musikalischer Sprache, und das gemeinsame Ziel einer multikulturellen Ausdrucksform. Das Experimentierfeld bzw. die Plattform hierfür bieten die Kompositionen der jungen Saxophonistin, die den Klang moderner Jazzmusik mit sibirischem Folk, Rock, sowie Elementen freier Improvisation verbinden.

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Öffnungszeiten


Ausstellungen: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr
Für Interessierte und Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten Besuche vereinbar.

Büro und Vorverkauf: Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr oder nach Voranmeldung

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