„Auf Stimmenfang mit dem Vorurteil 1881. Antisemitismus im Wahlkampf des Kaiserreichs.“

29. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Ein Vortrag von Dr. Andrea Hopp (Leiterin der Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen)

Auf Stimmenfang mit dem Vorurteil zu gehen, ist ein Thema von bedrückender Aktualität. Wenig bekannt ist indessen, dass unmittelbar mit der Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen (Männer-)Wahlrechts im neu gegründeten Deutschen Kaiserreich gezielt Ressentiments im Kampf um politischen Einfluss im Staat eingesetzt wurden. Damals gehörten antisemitische Parolen, Witze und Anschuldigungen bald zum festen Bestandteil der Wahlkampfrhetorik. Dies war keineswegs ein Randphänomen, sondern auch Instrumentarium von Parteien, die nicht dazu prädestiniert waren, den Populismus des Massenmarktes auszunutzen. Gegenstand des Vortrags, der sich auf den Reichstagswahlkampf von 1881 konzentriert, sind die spezifischen Umstände, in denen sich diese Entwicklung vollzog, von den Propagandamechanismen im Wahlkampf bis hin zur Haltung der Regierung zur Agitation mit dem Vorurteil.

Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Magdeburg der DIG e. V.

Programmflyer Tage der jüdischen Kultur und Geschichte Magdeburg 2017 //5778

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